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Hier der vollständige Brief von Ann
Hallo Claus, Deinen Aufruf zur Einsendung von Cyberfischen nehme ich gerne auf und richte aus aktuellem Anlaß das Augenmerk auf eines der exotischsten Lebewesen der südlichen Hemisphäre. Hier siehst Du eines der letzten Exemplare des stupsnäsigen G-Ogra-Fisches (governantus ogra). Es ist ein geschlechtsreifes Weibchen und erblickte in den malerischen Korallen Planktonisch-Arovidas das Licht der Welt. Doch wie lange können wir diese possierlichen, geschuppten Freunde noch beobachten? Wie Du sicher noch aus dem Biologie-Unterricht weißt, sind stupsnäsige G-Ogras in ihrem Lebensraum durch ausgiebiges Dynamitfischen der durch Vitaminmangel völlig verblödeten Einheimischen bedroht, denn die obere Nasenschleimhaut des G-Ogra gilt in Planktonisch-Arovidas als bedeutendstes Aphrodisiakum. G-Ogras ernähren sich ausschließlich von Blauem Salzwasserspargel (asparagus metallicus) und tragen wesentlich zu dessen Nassbestäubung bei. Sollte also diese Spezies verloren gehen, ist auch der Blaue Salzwasserspargel zum Aussterben bedroht - eine weitreichende Kettenreaktion wäre die Folge. Ich erinnere hier nur an den Dreiaugenhai (flipper tri), den Schwermütigen Ripper (blu sactosantis) und die gesamte Familie der Schleierschnäpper (veritaed olanus). Kurz: die Welt wäre ohne den G-Ogra um ein schillerndes Kapitel ärmer. Leider hat noch keine ernstzunehmende Hilfsorganisation auf die sich anbahnende Katastrophe hingewiesen. Daher fordere ich Greenpeace, die UNO, Jürgen Möllemann und Prince Charles nachdrücklich auf, den G-Ogra auf die Agenda ihrer Hilfsprogramme zu setzten. Außerdem habe ich eine Web-Kampagne ins Lebeng erufen, die Du mit dem beigefügten Banner unterstützen kannst, wenn Du wirklich möchtest. Danke für Dein Verständnis! Ann Halter |
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